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    Jindriska Skopec
    Psycho­login | Heilprak­ti­kerin Psychotherapie
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    Privatpraxis für psychologische Online-Beratung & Psychotherapie | Dipl.-Psych. Jindriska Skopec

    Was ist Hypnotherapie?

    Die Oft werde ich gefragt “was ist Hypnotherapie?” “Verliere ich in der Hypnose meine Willens­kraft?” “Wie ist die Wirkungs­weise von Hypnotherapie?” In diesem Blogbeitrag möchte ich diese Fragen in Form eines kurzen thema­ti­schen Überblicks beantworten.

    Hypnotherapie ist ein wissen­schaftlich fundierter psycho­lo­gi­scher Heilkun­de­ansatz, der den unerschöpflich großen Reichtum des Unbewussten nutzt. das Unbewusste beinhaltet alle nicht bewusst ablau­fenden und gesteu­erten psychi­schen und physi­schen Vorgänge, Kräfte und damit auch die verbor­genen, nicht genutzten persön­lichen Ressourcen und Kompe­tenzen. Es handelt sich um eine sehr alte Heilme­thode, deren Mecha­nismen bereits im 18ten Jahrhundert wissen­schaftlich unter­sucht wurden. Als eine vielseitige thera­peu­tische Methode ist sie bei unter­schied­lichsten somati­schen und psychi­schen Erkran­kungen wissen­schaftlich anerkannt und wird erfolg­reich eingesetzt.

    Allgemeines zur Hypnose

    Hypnose hat einer­seits eine mystische, anderer­seits eine medizi­nische Tradition. So ist sie sowohl in magischen Formen der Geist­heilung, tradi­tio­nellen und religiösen Riten sowie Wegen des spiri­tu­ellen Wachstums zu finden, jedoch auch in einer Vielzahl von wissen­schaft­lichen Unter­su­chungen im klini­schen und experi­men­tellen Bereich.

    Als Hypnose wird sowohl das Verfahren als auch der aus diesem Verfahren resul­tierte Zustand eines verän­derten Bewusst­seins bezeichnet. Das verän­derte Bewusstsein ist die Trance. Trance­phä­nomene sind nichts Ungewöhn­liches. Jeder kennt sie aus Alltags­er­fah­rungen. Zustände der Trance erfahren Sie beispiels­weise bei sehr konzen­triertem Arbeiten, künst­le­ri­schem Schaffen, beim Musizieren, Musik hören sowie bei spiele­ri­scher und sexueller Betätigung.

    In der hypno­ti­schen Trance kommt es zu einer Vielzahl physio­lo­gi­scher Verän­de­rungen. Festge­stellt wurden z.B. vermehrter α‑Rhythmus im EEG; ernied­rigte Herzfre­quenz, Blutdruck, Atemfre­quenz und Muskel­tonus; vermin­derte Ausschüttung von Stress­hor­monen wie Kortisol und Katecho­la­minen; zudem hirnphy­sio­lo­gische Verän­de­rungen wie Latera­li­sierung von Hirnak­ti­vität und Hemmung frontaler Hirnregionen.

    Die hypno­tische Trance führt zu einer verän­derten Zeitwahr­nehmung, verstärkt bildlichem und imagi­na­tivem Denken, starker Aufmerk­sam­keits­fo­kus­sierung sowie erhöhter Flexi­bi­lität des Denkens und Fühlens. Das einge­schränkte Alltags­denken und der Verstand werden „gelockert“. Neue Assozia­tionen werden zugelassen. Eine innere Offenheit für verges­senes, alter­na­tives, neues, oder gar visio­näres Denken und Erleben wird möglich. Gleich­zeitig wird Störendes ausge­blendet. So kann das Wesent­liche festge­halten und kreativ bearbeitet werden.

    Hypno­tische Trance hat nichts mit Schlaf, Willen­lo­sigkeit, Bewusst­lo­sigkeit oder Fremd­steuerung zu tun. Tatsächlich gilt, dass unter Hypnose keine Dinge geschehen können, die die betref­fende Person nicht möchte. In der Hypnose kann nicht gegen den Willen des Hypno­ti­sierten gewirkt werden. Vielmehr werden durch Hypnose die bewusst getrof­fenen Entschei­dungen zur Verän­derung und die gesetzten Ziele unter­stützt. Der Therapeut hilft durch die Hypnose lediglich, den Willen des Klienten zu stärken und benötigte Ressourcen, zu denen der bewusste Verstand wenig Zugang hat, zu aktivieren und zu fördern. Hypnotherapie ist im Grunde ein Selbstheilungsverfahren.

    Allgemeines zur Hypnotherapie

    Eine hypno­the­ra­peu­tische Sitzung wird in der Regel mit einer Trance­in­duktion einge­leitet. Die Trance­in­duktion hat den Zweck, den Übergang von „normalen“, alltäg­lichen mentalen Verar­bei­tungs­pro­zessen zu Trance­re­ak­tionen zu ermöglichen.

    Im thera­peu­ti­schen Rahmen erfolgt durch den Zustand der hypno­ti­schen Trance eine Unter­bre­chung der hinder­lichen Denk- und Erlebens­muster. Es können psycho­the­ra­peu­tische Behand­lungs­sug­ges­tionen, und Verän­de­rungen von belas­tenden Wahrnehmungs- und Erlebens­pro­zessen wirksam werden. Insgesamt werden eine kreativere Bearbeitung von Problemen, sowie das „innere Loslassen“ von ungewollten Gewohn­heiten und Verhal­tens­weisen möglich.

    Der Einsatz der Hypnose als thera­peu­ti­sches Verfahren wird mit dem Klienten stets vorbe­sprochen. Dabei wird auf alle Fragen und eventuelle Unsicher­heiten ausführlich einge­gangen. Erst danach wird mit dem Einver­ständnis des Klienten die hypno­the­ra­peu­tische Methodik zielori­en­tiert angewendet. Die moderne Hypnose wird in der Regel weniger direktiv durch­ge­führt und kann sowohl im Sitzen als auch im Liegen stattfinden.

    Für Zwecke einer länger­fris­tigen Anwendung, z.B. bei Einschlaf­stö­rungen, psycho­so­ma­ti­schen Beschwerden, chroni­schen Schmerzen und bei Bedarf, erhalten Sie eine akustische Aufzeichnung Ihrer Hypno­se­sitzung mit nach Hause, um einen Übergang zur Selbst­hypnose herzu­stellen. So können Sie die Hypnose auch in Eigen­regie weiter anwenden. Dadurch kann im Falle eines enger umschrie­benen Problems bereits eine hypno­the­ra­peu­tische Sitzung sehr hilfreich sein.

    Weiterführende Literatur für Interessierte:

    • Blohm, W. (2015) Selbst­hypnose und Hypnotherapie: Neue Wege bei Ängsten, Schmerzen, Stress und Depression (4. Aufl.). München: mvgVerlag
    • Bongartz, W. & Bongartz B. (2015) Hypnose. Wie sie wirkt und wem sie hilft. Hamburg: Nikol Verlagsges.mbH